Archiv für den Monat: März 2013

Fleischkonsum

Ohne Fleisch verhungern würde in unserer Gegend der Erde keiner. Doch der Fleischkonsum erfreut sich großer Beliebtheit. Einen kleinen Dämpfer inszenieren die Behörden mindestens einmal im Jahr:  Rinderwahn, Schweinepest, Vogelpest, Würmer im Fisch, Gammelfleisch, Durchfallerreger im Fleisch und augenblicklich  sind Industrieprodukte mit Pferdefleisch „verseucht“. Im Anschluß an diese Kampagnen sinkt der Fleischverbrauch geringfügig. Industrie und Handel geraten in Panik.

Wo es doch bisher der Fleischindustrie gelungen ist, Fleisch als wichtig für die Entwicklung des Menschen hervorzuheben.  Menschliche Intelligenz soll sogar ohne Schweinfleischgenuß gar nicht denkbar sein. Man bemüht etliche anatomische Besonderheiten des Menschen zum Beweis zu nehmen, daß der Mensch fürs Fleischessen die nötigen Werkzeuge hat.

Ich habe weder die Kraft noch die Geschwindigkeit um ein Tier zu jagen und zu töten. Mit meinen noch gesunden Zähnen kann ich rohes Fleisch nicht zerkleinern.

Daß das Feisch mal ein lebendiges Tier war, vergißt man leicht an der Theke im Supermarkt.

Da liegen sie fein säuberlich verpackt, die Zutaten zum Leichenschmaus.Billig muß sein…Geiz ist geil ! Gibt es ein Menscherecht auf Fleisch und Wurst ?

Immer mehr gerät die Fleischindustrie unter Druck. Immer mehr Menschen möchten gesünder leben. Wollen kein Fleisch mehr aus der Massentierhaltung zu sich nehmen. Die Bioproblematik hatten wir gerade bei den Eiern erlebt.

Die Printmedien berichten auffallend oft über Vegetarismus. Und zunehmend wird über das gesundheitlicher Risiko des Fleisch- und Wurstkonsums geschrieben. Dazu zählen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislaufkrankheiten, Arthrose, Rheuma und Gicht. Früher waren das Erkrankungen der Reichen und Adligen. Heute könne wir uns das Alle leisten. Wie gut wir doc h leben. Ohne Mitgefühl und moralische Bedenken.

Dabei ist alles so gut geregelt. Die Arbeitetenden bezahlen mit ihrem Krankengeld die Behandlung der vom übermäßigen Fleisch- und Wurstkonsum Erkrankten. Der Staat kassiert die Mehrwertsteuer, die Industrie die Profite, Pharma, Ärzte und Apotheker verdienen mit.

So bleibt alles im Fluß und wir können weiter „Fettlebe“ machen.

Ein wenig mehr Problembewußtsein könnte dazuführen den Fleischkonsum etwas einzuschränken. In meiner Jugend gab es freitags Fisch und sonntags Braten und nicht soviele Diabetiker. Einschränken und auf hohe Qualität achten bedeutet ja nicht Verzicht.