Archiv für den Monat: Oktober 2015

Ungewöhnliche Infektionskrankheiten

Im Rahmen der Flüchtlingsproblematik weist das Robert- Koch- Institut (RKI) darauf hin, dass neben den bekannten Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis A, B und C, HIV, Krätze, Malaria auch in unseren Breiten ungewöhnliche Infektionskrankheiten auftreten können. Die meisten dieser Krankheiten verlaufen fieberhaft. Anhaltspunkte zur Unterscheidung der Krankheiten können die Inkubatonszeiten(Zeit von der Infektion bis zum ersten Auftreten der Symptome), die Herkunftsländer oder die Länder des Fluchtweges geben. Zu den von Mensch zu Mensch übertragbaren Krankheiten dieser Art zählen: Typhus, Amöbenleberabszess, Lassafieber, Hirnhautentzündung und Krim-Kongo-Fieber. Läuserückfallfieber wird durch (Kleider)Läuse übertragen, ebenso Fleckfieber. Weitere Informationen auf der Seite des RKI.

Für uns bedeutet das, Maßnahmen der täglichen Hygiene ernst zu nehmen, unnötiges Händereichen (Schmierinfektion) zu vermeiden und Tröpcheninfektion durch ausreichenden Abstand von Erkrankten zu verhindern.

 

 

 

 

Was tun bei Erkältung ?

Kopfschmerzen, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und Erschöpfung gehören zu den in dieser Zeit meist geklagten Beschwerden. Die Beschwerden  gehen meist nach einigen Tagen auch ohne Behandlung wieder weg. Empfohlen wird Rauchverzicht und eine auseichende Trinkmenge. Medikamente wie Kopfschmerztabletten oder Nasensprays können subjektiv lindern, heilen aber nicht. Hustenmittel sind bei trockenem Husten ohne Auswurf angezeigt. Pflanzliche Hustenmittel sind zu bevorzugen. Bei länger anhaltendem Husten sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.  Nasenspülungen sind nicht zu empfehlen. Auch die Senkung der Körpertemperatur mit Medikamenten ist ebenso wie eine Antibiotikgabe nicht sinnvoll. Ausnahmen sind gefährdete Kinder und chronisch Kranke. (Ärztezeitung 02.10.2015)

 

 

 

Wieder aktuell – Tuberkulose

Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Die Frankfurter Allgmeine (21.10.2015) warnt online vor Erkrankungen in Gemeinschaftsunterkünften „wie Asylbewerberheime(n) oder Flüchtlingsquartiere(n)“. 85 % der Neuererkrankten leben laut FAZ in Afrika, Südostasien und der westlichen Pazifikregion. Tuberkulosekranke sollen auch aus der Türkei, Rumänien und Russland kommen. Jeder zweite Tuberkulosepatient in Deutschland soll im Ausland geboren sein. Bedrückend ist, daß auch viele Jahre nach der Einwanderung die Tuberkulose ausbrechen kann

Fast neun Millionen Menschen sollen weltweit jährlich an Tuberkulose erkranken und 1,4 Millionen daran jedes Jahr sterben.