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Prof. Dr. med. Olaf Ortmann

Gespräch zum 32. Deutschen Krebskongress

„Epidemiologen zufolge sind 80 – 90 % der nicht übertragbaren chronischen Krankheiten lebensstilbedingt und deshalb durch geeignetes Verhalten entweder vermeidbar oder in ihrem Verlauf günstig beeinflussbar.“

Das Krebsrisiko bei chronischem Nikotinmissbrauch steigt ungefähr um das 10- bis 20-Fache.

Übergewicht oder Adipositas steigert das Risiko für eine Krebserkrankung, beispielsweise Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs.

Bewiesen sind schützende Effekt der mediterranen Ernährung auf Herz-Kreislauferkrankungen..

Regelmäßige Bewegung senkt die Risiken für Herz-Kreislauf-Probleme und Krebs.

„ Wer also etwas für sich tun möchte, sollte sich ausgewogen ernähren, tierische Fette reduzieren, mehr Gemüse essen, Normalgewicht halten oder anstreben und sich täglich körperlich betätigen.“

 

Grünkohl mal anders

Die Idee vom dem, was ich kochen möchte, entsteht meist spontan. Dann sehe ich nach, welche essbaren Vorräte vorhanden sind und das Rezept für eine gesundes, schmackhaftes Essen entsteht. Die passenden Gewürze habe ich immer vorrätig:

Kurkuma

Schwarzer Pfeffer

Gemüsebrühe (geschackverstärkerfrei)

Meersalz

Kreuzkümmel

Koriander1

Indisches Currypulver

Chilischoten (geputzt und tiefgefroren)

Zwiebeln

Knoblauch

Bohnenkraut

Majoran

Frischen Ingwer.

Darüber hinaus sind meist vorrätig:

Kokosmilch

Kidneybohnen

BioPizzatomaten

Tomatenpürre

Weiße Bohnen

Linsen (mehrere Sorten)

Sojacousine

Zitronensaft

Süsse Chilisauce

Rapsöl

Nach Neujahr waren an Zutaten eine Süßkartoffel, vier Petersilienwurzeln, ein Glas Grünkohl und Sojabratlinge vorhanden. Zuerst habe ich das Gemüse geputzt und im Würfel geschnitten. Dazu – feingehackt – ein walnußgroßes Stück frischen Ingwer. Alles zusammen in der Pfanne in Öl kurz erhitzen. Nach 3 Minuten den Grünkohl dazu geben, mit Kurkuma, schwarzem Pfeffer, Kreuzkümmel und Gemüsebrühe oder Salz würzen und kurz aufkochen lassen. In das fertige Gericht habe ich noch gewürfelte Sojabratlinge gegeben.

 

Mit Vitamin D gesund durchs ganze Jahr

Vitamin D wurde in der vergangenen Zeit oft zu wenig beachtet. Von der Sonne angeregt wird es in der Haut gebildet, im Fettgewebe und in der Muskulatur gespeichert.

Im Winter kann es zur Unterversorgung kommen, weil in unseren Breitengraden der Einfallswinkel der Sonne nicht ausreichend für die Vitamin-D-Bildung ist.

Vitamin D hat einen engen Bezug zum Knochenstoffwechsel. Es hält den Kalziumspiegel im Blut aufrecht und ist für die Kalziumaufnahme aus der Nahrung unentbehrlich.

Vitamin-D-Mangel spielt bei vielen Erkrankungen eine Rolle:

Lungenkrankheiten, Zuckerkrankheit , chronische Wunden, viele Krebsarten, Augenkrankheiten, Allergien, Rheuma, Gelenkentzündungen, Hautkrankheiten, Herzkrankheiten, Darmentzündungen, Bluthochdruck, Demenzerkrankungen, Menstruationsstörungen, Störungen des Immunsystems, grippale Infekte und viele andere mehr. Die „Grippewellen“ zum Ende des Winters könnten durch die schwindenden Vitaminvorräte entstehen.

Über die Ernährung lässt sich der Vitamin-D-Bedarf nur zu ca. 20 % decken. Fetter Fisch, Eier, Käse, Butter, Rinderleber und Pilze enthalten das. Vitamin. Rinder und Pilze müssen genügend Sonne abbekommen haben, Bei Massentierhaltung in Ställen sinkt der Vitamin-D-Gehalt ebenso wie bei Pilzzucht im Keller.

Deshalb ist es sinnvoll, in den Wintermonaten den Vitamin-D-Bedarf medikamentös zuzuführen. Der Tagesbedarf beträgt 1000 I.E.(internationale Einheiten) pro Tag. Ärzte können den Vitamingehalt im Blut kontrollieren. Meist wird diese Untersuchung von den Kassen nicht bezahlt, wenn kein Krankheitsverdacht besteht.

Wenn zum Ende des Winters die Vitaminvorräte im Köper schwinden, kommt es gehäuft zu grippalen Infekten.

Die meisten dicken Menschen haben Vitamin-D-Mangel. Es wird zwar im Fettgewebe gespeichert, aber nicht mehr ans Blut abgegeben.

Sonnenschutzmittel ab Lichtschutzfaktor 15 blockieren die Vitaminbildung zu hundert Prozent.

Körperlich und geistig fit bis ins hohe Alter

Faktoren für körperliche Fitness sind gesunde Ernährung und Bewegung. Bewegung ist unter anderem dringend nötig, um Sauerstoff auch in die letzte Zelle unseres Körpers zu transportieren. Eine Zelle ohne Sauerstoff verliert an Energie und kann sich krankhaft verändern. Über die richtige Art der Ernährung streiten sich die Fachleute immer noch, obwohl die Vorzüge einer vegetarischen oder veganen Ernährung nicht zu leugnen sind. Für die geistige Fitness reicht körperliches Training nicht aus. Hier kommt zusätzlich lebenslanges Lernen (Bildung) ins Spiel. Die Stimulation des Gehirns mit der Kombination aus Musik, synchronen Bewegungsabläufen und verschiedenen, zu lernenden und zu übenden Choreographien führt zu einer verbesserten Hirnleistungsfähigkeit. Diese Ergebnisse erreicht jeder mit regelmäßigem Tanztraining im Gegensatz zum geläufigen Fitnesstraining. In Studien konnte bei Tänzern eine Zunahme des sogenannten Nervenwachstumsfaktors nachgewiesen werden, der für das Langzeitgedächtnis wichtig ist. Nicht vergessen werden soll die wichtige Funktion der Kommunikation mit dem Tanzpartner (mit und ohne Worte) für ein glücklich Partnerschaft.

Ungewöhnliche Infektionskrankheiten

Im Rahmen der Flüchtlingsproblematik weist das Robert- Koch- Institut (RKI) darauf hin, dass neben den bekannten Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis A, B und C, HIV, Krätze, Malaria auch in unseren Breiten ungewöhnliche Infektionskrankheiten auftreten können. Die meisten dieser Krankheiten verlaufen fieberhaft. Anhaltspunkte zur Unterscheidung der Krankheiten können die Inkubatonszeiten(Zeit von der Infektion bis zum ersten Auftreten der Symptome), die Herkunftsländer oder die Länder des Fluchtweges geben. Zu den von Mensch zu Mensch übertragbaren Krankheiten dieser Art zählen: Typhus, Amöbenleberabszess, Lassafieber, Hirnhautentzündung und Krim-Kongo-Fieber. Läuserückfallfieber wird durch (Kleider)Läuse übertragen, ebenso Fleckfieber. Weitere Informationen auf der Seite des RKI.

Für uns bedeutet das, Maßnahmen der täglichen Hygiene ernst zu nehmen, unnötiges Händereichen (Schmierinfektion) zu vermeiden und Tröpcheninfektion durch ausreichenden Abstand von Erkrankten zu verhindern.

 

 

 

 

Was tun bei Erkältung ?

Kopfschmerzen, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und Erschöpfung gehören zu den in dieser Zeit meist geklagten Beschwerden. Die Beschwerden  gehen meist nach einigen Tagen auch ohne Behandlung wieder weg. Empfohlen wird Rauchverzicht und eine auseichende Trinkmenge. Medikamente wie Kopfschmerztabletten oder Nasensprays können subjektiv lindern, heilen aber nicht. Hustenmittel sind bei trockenem Husten ohne Auswurf angezeigt. Pflanzliche Hustenmittel sind zu bevorzugen. Bei länger anhaltendem Husten sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.  Nasenspülungen sind nicht zu empfehlen. Auch die Senkung der Körpertemperatur mit Medikamenten ist ebenso wie eine Antibiotikgabe nicht sinnvoll. Ausnahmen sind gefährdete Kinder und chronisch Kranke. (Ärztezeitung 02.10.2015)

 

 

 

Wieder aktuell – Tuberkulose

Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Die Frankfurter Allgmeine (21.10.2015) warnt online vor Erkrankungen in Gemeinschaftsunterkünften „wie Asylbewerberheime(n) oder Flüchtlingsquartiere(n)“. 85 % der Neuererkrankten leben laut FAZ in Afrika, Südostasien und der westlichen Pazifikregion. Tuberkulosekranke sollen auch aus der Türkei, Rumänien und Russland kommen. Jeder zweite Tuberkulosepatient in Deutschland soll im Ausland geboren sein. Bedrückend ist, daß auch viele Jahre nach der Einwanderung die Tuberkulose ausbrechen kann

Fast neun Millionen Menschen sollen weltweit jährlich an Tuberkulose erkranken und 1,4 Millionen daran jedes Jahr sterben.

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Linsen statt Fleisch

Linsen stammen aus dem Orient. Sie zählen zu den Hülsenfrüchten. Gebräuchlich sind  braune Linsen. Gelbe, schwarze (Belugalinsen) rote oder grüne Linsen kann man ebenso verwenden. Ungeschälte Linsen enthalten Eiweiß, Ballaststofe, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und B-Vitamine. Das Eiweiß der Linsen besteht unter anderem aus lebensnotwenigen Eiweißbausteien. Kombiniert man Linsen mit Naturreis, erhält man alle acht lebensnotwenigen Eiweißbausteine, die sonst nur in tierischen Produkten enthalten sind. Wer unter Gicht leidet, sollte auf Linsen verzichten, da sie einen hohen Puringehalt haben.

Für eine schnell zubereitete Linsensuppe benötigt man 1 Büchse Linsen pur, 1 Süßkartoffel, 2 Tofubratlinge natur (roter Netto), eine Zwiebel, Kurkuma, schwarzen Pfeffer und Gemüsebrühe.

Die Zwiebel in etwas Öl kurz anschwitzen, die gewürfelte Süßkartofel 3 Minuten anschmoren, die Linsen, Kurkuma, schwarzenPfeffer dazugeben und mit Gemüsebrühe abschmecken. Einmal kurz aufwallen lassen, die gewürfelten Bratlinge untermischen und servieren.

Alternativ kann auch ein ganzes Suppengrün geputzt und kleingeschnitten gargekocht werden; dann die Linsen dazugeben. In die heiße Suppe grob gehackte Petersilie streuen. Als Beilage eignen sich die Bratstreifen aus Tofu (roter Netto), die  nicht mitgekocht werden sollen, da sie dann an Geschack verlieren. Einfach vor dem Servieren unterrühren. Linsengerichte kann man mit Zitronenesaft verfeinern.

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Beipackzettel für Kochsalz

DSC00032In früheren Zeiten war Kochsalz ein begehrter Artikel, den sich nur Reiche leisten konnten. Heute liegt der Salzkonsum in Deutschland über der von Ernährungsorganisationen empfohlenen Menge. Die Hauptlieferanten sind Brühpulver, Brot und Brötchen, verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren, Käse und der Salzstreuer im Haushalt.

Nebenwirkungen sind:

– Bluthochdruck und damit das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzschwäche

– Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) und Gewichtszunahme

– Salz macht wie Zucker süchtig

– Salz schädigt die Magenschleimhaut und führt zu chronischer Magenschleimhautentzündung mit dem Auftreten von bakteriellen Infektionen und Krebs

– Jodiertes Salz kann zu Schilddrüsenstörungen und Allergien führen

– Mit Fluor angereichertes Kochsalz kann gifitg sein

– Autoimmunkrankheiten durch Entzündungsreaktionen (gesundes Gewebe wird angegriffen)

– Salz erhöht die Calciumausscheidung und stört dadurch den Knochenaufbau.

 

Selbstdisziplin

Eine weitere Voraussetzung für soziale Kompetenz ist die Selbst- disziplin, auch Selbstbeherrschung genannt.

Die Worte „nun beherrsch dich mal“ oder „sei doch kein Frosch“ und „reiß dich mal zusammen“ kennen die meisten von uns.  Diese Sprüche helfen wenig, um die Fähigkeit zielstrebig und unter Anstrengung ein Ergebnis zu erreichen, das man sich als Ziel gesetzt hat. Wenn den Eltern die Interessen des Kindes bekannt sind, sollten sie gemeinsam mit dem Kind Zielstellungen erarbeiten. Das Erlernen eines Musikinstruments ist ein gutes Training in der Kindheit ebenso wie das Erlernen einer Sportart.  Wichtig ist, daß die Bemühungen bereits in der Kindheit gefördert werden.

Forschungen haben ergeben, daß diese in der Kindheit erworbene Fähigkeit mit einem  erfolgreichen und gesunden Leben korreliert.

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