Kategorie-Archiv: Bewältigungsstrategien

Leben lernen

 

 

 

 

Stressbewältigung

 

 

Täglich höre ich Worte wie : „Ich halte den Stress nicht mehr aus“, „Mein Chef stresst mich“ oder auch „Meine Kollegen stressen mich“ .

Stress ist ja eine durchaus sinnvolle Reaktion auf Gefahrensituationen, mit dem Ziel, das Überleben zu sichern.

Stress wird aber auch ohne lebensbedrohliche Situation empfunden.

Stresssituationen sind zum Beispiel chronische Partnerschaftskonflikte, Scheidung, Tod von nahen Angehörigen, Termindruck, Armut, Mobbing,

Fließbandarbeit, Schichtdienst, fehlende Motivation für den Beruf und

zu hohe Ansprüche an sich selbst oder auch das Gefühl der Sinnlosigkeit.

In allen Fällen wird die Umwelt negativ interpretiert.

Das Gefühl, dass man weder fliehen noch kämpfen kann, führt zur Frustration.

Stress kann zu seelischen und körperlichen Störungen führen: Verspannung von Muskeln, Haarausfall, Hörsturz , vermehrtes Schwitzen, Magenbeschwerden, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall und anderes mehr.

Bei negativ empfundenen Stress kommt es zu Herzklopfen, Blutdruckanstieg, Zuckeranstieg im Blut, Fettanstieg im Blut, Erhöhung der Salzsäureproduktion im Magen(Sodbrennen) und zur Bluteindickung. Die letztere hat den Sinn im Fall eines Kampfes, bei einer möglichen Verletzung, das Blut sofort gerinnen zu lassen und so die Kampffähigkeit zu erhalten.

Im Falle der genannten Stresssituationen kommt es nur selten zu Verletzungen.

Das eingedickte Blut kann dann zu Thrombosen führen.

Menschen, die viel Stress ertragen, haben eine hohe Stresstoleranz. Diese kann jeder erlernen, z.B. durch Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation

und andere Entspannungsverfahren. Die Entspannung führt zur Senkung der Herfrequenz, des Blutdurcks und der Säureproduktion im Magen, Das Blut wird fließfähig und die Pegel von Zucker und Fett gehen wieder auf Normalniveau.

In jedem Fall sollte eine Konfliktslösung gefunden werden und die negative Interpretation des Geschehens überdacht werden. Die Stressreaktion entsteht im Gehirn des Gestressten. Die Umweltbedingungen sind oft nicht veränderbar.

Dann kann auch die Einstellung zu den vorgefundenen Bedingungen geändert werden. Gespräche mit Freunden und anderen Bezugspersonen können helfen,

Konflikte zu lösen.

Sportliches Training führt ebenfalls zur Verringerung der Stresssensibilität. Durch ausreichendes Ausdauertraining kann die Produktion von Glückshormon angekurbelt werden. Glücklichsein wirkt gegen Stress und verlängert das Leben.

 

 

 

 

 

Geliebt, gelebt, gesoffen – Reparatur vom Doktor hoffen

„Geliebt, gelebt, gesoffen – Reparatur vom Doktor hoffen“. So witzelt der Volksmund. Dahinter versteckt sich jedoch eine ernstzunehmende Problematik.

Krankheiten, die bedingt sind durch das Leben, nehmen einen immer breiteren Raum ein.Sie sind durch eine bewußt gesundheitsfördernde Lebensweise weitestgehend zu vermeiden.

Drei sensible Bereiche sind Familie, Arbeitsstelle und Ernährung. Hier werden meiner Ansicht nach die häufigsten zu vermeidende Fehler gemacht. Die Auswirkungen sind immer mehr chronifizierte Gesundheitsstörungen.

Andererseits stellt sich dieFrage, ob Gesundheit für alle erstrebenswert ist.

Der chronisch Kranke ist der größte Markt. Unzählige Arbeitsplätze sind damit verknüpft. Die Pharmakotherapie macht es möglich, daß man auch chronisch krank weiterleben kann.

Gesundes Leben verlangt andereseits eine Menge an Verzicht, zu dem nicht jeder bereit ist. Und kann man auch sicher sein, daß man, wenn man auf all die schönen Verführungen verzichtet, auch gesund bleibt ?

Länge und Qualität des Lebens werden sicher beeinflußt durch eine gesundheitsfördernde lebensweise:

Nichtrauchen, maßvolles Essen und Trinken, ausreichent körperliche Bewegung, gute Bildung, gute Beziehung zur Familie und zu Freunden sowie wirksame Strategien zur Bewältigung der Alltagsprobleme.