Kategorie-Archiv: Für Sie gelesen

Prof. Dr. med. Olaf Ortmann

Gespräch zum 32. Deutschen Krebskongress

„Epidemiologen zufolge sind 80 – 90 % der nicht übertragbaren chronischen Krankheiten lebensstilbedingt und deshalb durch geeignetes Verhalten entweder vermeidbar oder in ihrem Verlauf günstig beeinflussbar.“

Das Krebsrisiko bei chronischem Nikotinmissbrauch steigt ungefähr um das 10- bis 20-Fache.

Übergewicht oder Adipositas steigert das Risiko für eine Krebserkrankung, beispielsweise Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs.

Bewiesen sind schützende Effekt der mediterranen Ernährung auf Herz-Kreislauferkrankungen..

Regelmäßige Bewegung senkt die Risiken für Herz-Kreislauf-Probleme und Krebs.

„ Wer also etwas für sich tun möchte, sollte sich ausgewogen ernähren, tierische Fette reduzieren, mehr Gemüse essen, Normalgewicht halten oder anstreben und sich täglich körperlich betätigen.“

 

Was tun bei Erkältung ?

Kopfschmerzen, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und Erschöpfung gehören zu den in dieser Zeit meist geklagten Beschwerden. Die Beschwerden  gehen meist nach einigen Tagen auch ohne Behandlung wieder weg. Empfohlen wird Rauchverzicht und eine auseichende Trinkmenge. Medikamente wie Kopfschmerztabletten oder Nasensprays können subjektiv lindern, heilen aber nicht. Hustenmittel sind bei trockenem Husten ohne Auswurf angezeigt. Pflanzliche Hustenmittel sind zu bevorzugen. Bei länger anhaltendem Husten sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.  Nasenspülungen sind nicht zu empfehlen. Auch die Senkung der Körpertemperatur mit Medikamenten ist ebenso wie eine Antibiotikgabe nicht sinnvoll. Ausnahmen sind gefährdete Kinder und chronisch Kranke. (Ärztezeitung 02.10.2015)

 

 

 

Wieder aktuell – Tuberkulose

Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Die Frankfurter Allgmeine (21.10.2015) warnt online vor Erkrankungen in Gemeinschaftsunterkünften „wie Asylbewerberheime(n) oder Flüchtlingsquartiere(n)“. 85 % der Neuererkrankten leben laut FAZ in Afrika, Südostasien und der westlichen Pazifikregion. Tuberkulosekranke sollen auch aus der Türkei, Rumänien und Russland kommen. Jeder zweite Tuberkulosepatient in Deutschland soll im Ausland geboren sein. Bedrückend ist, daß auch viele Jahre nach der Einwanderung die Tuberkulose ausbrechen kann

Fast neun Millionen Menschen sollen weltweit jährlich an Tuberkulose erkranken und 1,4 Millionen daran jedes Jahr sterben.